Demokratische Prozesse entwickeln sich in selbstorganisierenden Systemen, d. h. sie können nicht Gegenstand eines sog. „Prozessmanagements“ sein.
Bei einer Vorgehensweise nach Verfahren des Prozeßmanagements werden Prozesse von außen, also nach den Wünschen ihrer Initiatoren gelenkt.
Selbstorganisierende Strukturen hingegen entwickeln sich zwar unter gegebenen, also von den vorhandenen Strukturen unabhänigigen Bedingungen, sind aber in selbst autonom.
Durch die sich von außen auf ihre Existenz auswirkenden Gegebenheiten werden selbstorganisierende Strukturen immer beeinflußt.
Es sind aber die selbstorganisierenden Strukturen ihrerseits, welche über die jeweilige Reaktion zur Veränderung entscheiden. Sie entscheiden, in welcher Form sich die Veränderung vollzieht.
Durch diesen selbstorganisierenden Prozeß findet eine Anpassung an die Umgebungsbedingungen statt. Diese Anpassung geht aber vom Gesamtsystem aus und wird von diesem bestimmt.
Wer davon ausgeht, man könne die Verfahrensweisen des sog. Prozeßmanagements auf alle Systeme anwenden, werden zu spüren bekommen, dass sie ihre Ziele solange nicht erreichen bis das System nach innen gefestigt ist, also stabile Binnenstrukturen hat.
Solche Binnenstrukturen sind das Ergebnis von sog. Struktueller Selbstorganisation.
Erst wenn die Binnenstrukturen gefestigt sind, kann es einen Leistungsoutput nach außen geben.
Insofern ist das wie bei Pflanzen und Tieren: Erst wen sie voll entwickelt sind, können sie Früchte und damit Nachwuchs produzieren.
Methoden des Prozessmanagements konsequent auf sich in Entwicklung befindliche Systeme anzuwenden, stört deren Entwicklung.
Ergo, nicht mehr Regulation als NOTWENDIG
Comments (0)
Most voted